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Newsletter vom 10.04.2009, 11:26:27

Betreff:



Kleiner Bericht über unsere Jahreshauptversammlung

28.03.2009: Anwesend waren 28 Mitglieder und 1 Gast. Eröffnet wurde die Versammlung durch die 2. Vorsitzende Birgit Eckel. Birgit Eckel verband die Begrüßung mit dem Dank an alle Aktiven, Paten, Mitglieder, Spender und Sponsoren. Marlene Winter stellte den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2008 vor. Sie brachte Beispiele aus den verschiedenen Tätigkeitsfeldern. 415 Fundtiere und 164 Abgabetiere fanden in 2008 Asyl bei der Katzenhilfe. Glücklich vermittelt wurden 334 Samtpfoten. Nach Kastration, Kennzeichnung und Registrierung ausgewildert wurden 182 Katzen. Verstorben sind 29 Tiere, darunter Kater Jackson, der infolge einer Schussverletzung von seinem Leiden erlöst werden musste. Auch in 2008 hat sich der Verein durch unzählige Fangaktionen wieder sehr stark gegen das enorme Elend eingesetzt. Durchgeführt wurden diese Aktionen in immer noch viel zu viel Ortschaften des gesamten Westerwaldes. Über 450 Kastrationen wurden vom Verein durchgeführt. Der Verein setzt sich seit Jahren für die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen ein – leider bis jetzt mit sehr mäßigem Erfolg. Paderborn ist bisher die einzige Stadt, die sich mit einfacher Stadtverordnung nachhaltig diesem Problem stellt. Für unser dringendes Bürgerbegehren konnten wir bereits mehr als 15.000 Wähler und Steuerzahler gewinnen. Einige Behörden stellen sich taub – das auch schon seit Jahren, bilden damit einen erheblichen Multiplikator für das unnötige Tierleid. Dem seit 2002 im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz wird oftmals keine Rechnung getragen. Unsere Pressearbeit, die auch gezielt auf diese Problematik hinweist, wird nach wie vor zu rund 90 % kommunal unterdrückt. Unser Verein war in 2008 auch auf zahlreichen Veranstaltungen präsent. Im Oktober 2008 besuchte uns die Grundschule Gemünden. Die Schulkinder waren derart begeistert von unserem Tierheim, dass sie eine Spende für die Tiere überreichten. Unser alljährlicher „Tag der offenen Tür“ im November 2008 war – wie in den vergangenen Jahren – wieder ein voller Erfolg. Geschätzte 450 und mehr Besucher hatten sich eingefunden. Ein weniger erfreuliches Thema war die nun nicht mehr aufzuschiebende Sanierung des Innenbereiches vom Freilaufgehege. Hierfür sind über € 40.000,- zu veranschlagen. Der Verein hat hierfür die Aktion „Stein auf Stein“ ins Leben gerufen. Diese Aktion ist zweckgebunden für die Restaurierung des Innenbereiches vom Freilaufgehege.

Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Als Wahlleiter fungierte Rudolf Eckel. Einstimmig gewählt wurden: Sonja Stahl als 1. Vorsitzende / Birgit Eckel als 2. Vorsitzende, Beate Schröter als Kassenwart, Marlene Winter als Schriftführer. Als Beisitzer wurden gewählt: Birgit Fassbach, Sylvia Schmidt und Klaus-Peter Stotz. Pressewart Bettina Stähler sowie Pressearchivführer Nadja Horz haben sich erneut bereit erklärt, den Vorstand verantwortlich zu unterstützen. Die Position der Kassenprüfer musste ebenfalls neu besetzt werden. Gewählt wurden Claudia Stotz und Peter Wolf sowie Melanie Petri als Ersatz-Kassenprüfer. Unter den Punkt „Verschiedenes“ fiel das Thema Fundtierproblematik im Westerwald und betreute Versorgungsplätze für verwilderte Heimtiere. Die Fundtierproblematik hält weiter an, beziehungsweise verschärft sich. Immer mehr neue Tierschutzvereine in der Region konzentrieren sich darauf, noch mehr Tiere durch Auslandsimport ins Land zu holen, dagegen zeigen immer weniger Tierschutzvereine vor Ort Hilfsbereitschaft, wenn Tiere in Not sind. Kommunal geförderte Tierschutzvereine sehen sich entgegen ihrer Satzungsziele nicht als Tierschutz, sondern als verlängerter Arm der Gefahrenabwehrbehörde. Tiere in Not werden ignoriert, verscheucht, in behördlichem Auftrag ausgesetzt oder vom kommunal geförderten Tierschutz mit der Begründung abgeleht, dass nicht jeder lebende Dreck aufgenommen wird. Das Büro des Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz hat uns im Oktober zugesichert, unsere Forderungen zur drastischen Entschärfung der Massen an Heimtieren auf unseren Straßen und gesetzeskonformen Umgang mit unseren Fundtieren, sowie dem Staatsziel Tierschutz als gesamtgesellschaftliches Anliegen nachzukommen. Herrenlose Heimtiere gibt es spätestens seit Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz, Artikel 20a nicht mehr, entsprechendes Gutachten liegt dem Land Rheinland-Pfalz vor. Weitere verantwortlich betriebene Versorgungsplätze für verwilderte Hauskatzen wurden nicht errichtet, weitere Anfragen bei umliegenden Tierschutzvereinen und Gemeinden laufen. Tierschutz ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, wir erachten Bund, Länder und Gemeinden im dringenden Handlungsbedarf. Bundesweit mangelt es an klaren Richtlinien und Handlungsmöglichkeiten im Sektor des Heimtierschutzes. Rheinland-Pfalz braucht Regelungen, unsere Heimtiere brauchen Schutz!

Die nächste Jahreshauptversammlung findet am 27.03.2010 statt.




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