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Newsletter vom 05.01.2007, 12:36:18

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Was viele Besitzer einer alten Katze schon immer vermutet haben, wurde jetzt durch eine Gruppe amerikanischer und britischer Forscher bestätigt. Katzen können auch an Alzheimer erkranken!

Wir kennen diese Krankheit schon bereits seit einigen Jahren bei uns Menschen, nun ist aber erwiesen, dass unsere Hauskatzen genauso an dieser tödlichen Krankheit erkranken können.

So Mancher hat sich über das Verhalten seiner alternden Katze gewundert. Plötzlich steht sie im Raum und mauzt aufgeregt und scheint nicht mehr zu wissen wo sie ist. Oder sie findet die Katzentoilette nicht mehr. Dies sind typische Symptome von Alzheimer. Es ist eine sehr schleichende und tödliche Krankheit. Die Patienten, Mensch wie Tier, werden immer vergesslicher. Es fängt mit kleinen scheinbar harmlosen Dingen an, steigert sich aber leider bis sie selber nicht mehr wissen wer sie sind und führt schließlich zum Tod.

Die amerikanischen und britischen Forscher untersuchten 19 Katzen im Alter von 16 Wochen und 14 Jahren und fanden heraus, dass 17 Tiere an neurologischen Störungen litten. Bei den Katzen ab 10 Jahren wurden Eiweiße in höhere Konzentration und auch außerhalb der Nervenzellen gefunden. Ein typisches Merkmal von Alzheimer. Man kann sagen, dass 28 % der 11-14 jährigen Katzen an altersbedingten Verhaltensstörungen leiden. Ab 15 Jahre verdoppelt sich die Zahl der betroffenen Katzen.

Aber was ist Alzheimer eigentlich?

Bei Alzheimer lagern sich Eiweiße (Amyloide) in hoher Menge im Gehirn ab. Dadurch sterben die Nervenzellen ab und die Gehirnmasse schrumpft. Obwohl die Krankheit schon seit 100 Jahren bekannt ist, weiß man immer noch nicht viel über sie.

Alois Alzheimer hielt am 03.11.1906 in Tübingen den ersten Vortrag über die Krankheit, die er damals Krankheit des Vergessens nannte. Doch keiner glaubte ihm und schenkte ihm Gehör. Heute haben Gehirnforscher die Vermutung, dass neben der erblichen Anlage auch Umwelteinflüsse und die Nahrung eine große Rolle bei Alzheimer spielen.

Für die Forschung ist es nun eine positive Erkenntnis, dass Katzen genau wie Menschen an Alzheimer erkranken können. Sie wollen mit Hilfe der Tiere, die eine kürzere Lebenserwartung haben als Menschen, neue Behandlungsmethoden für diese Krankheit entwickeln. So lassen sich schneller Ergebnisse von verabreichten Medikamenten oder die Auswirkungen verschiedener Diäten auswerten. Die Forscher hoffen schon bald Mensch und Tier bei Alzheimer besser helfen zu können.

Sollten auch Sie Verhaltensauffälligkeiten bei Ihrer Katze bemerken gehen Sie zu Ihrem Tierarzt des Vertrauens und lassen sich ausgiebig beraten wie sie ihrem Tier helfen können.

Aber auch an ein würdevolles Ende muss gedacht werden. Menschen müssen leidvoll und ohne Würde an Alzheimer sterben. Tiere dürfen humaner sterben und können erlöst werden, bevor sie qualvoll sterben müssen. Bitte bedenken Sie dies, auch wenn es noch so schmerzhaft ist.

Katzenhilfe-Westerwald e.V.
Nicole Caspari
Nicole@katzenhilfe-westerwald.de



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